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BMW Group Werk Regensburg: Neues Arbeitszeitmodell

2 Minuten Lesezeit (420 Worte)
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Regensburg. Nach dem Start der ersten elektrifizierten Modelle und dem größten Umbau der Werksgeschichte im vergangenen Jahr hat das BMW Group Werk Regensburg nun einen weiteren Meilenstein seiner Transformation gesetzt. Seit den Osterfeiertagen gilt für tausende Mitarbeiter ein neues Arbeitszeitmodell. Darauf hatten sich Unternehmen und Betriebsrat in mehreren Verhandlungsrunden geeinigt. Auf Basis der neuen Systematik kann der Standort in der Zukunft noch flexibler als bisher auf die starken Volumenschwankungen reagieren, wie sie sich auch in Folge der Pandemie auf den Weltmärkten ergeben. Die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes werde so entscheidend gestärkt, teilt das Werk mit.

Spätestens 2023 schaltet das Werk einige Gänge hoch

Ein Kernpunkt des neuen Arbeitszeitmodells ist die „variable Gangschaltung". Sie ermöglicht es, die Produktionskapazitäten der Nachfrage anzupassen – nach oben wie nach unten. Ein Stellhebel ist die Anzahl der Schichten in den einzelnen Fertigungsbereichen des Werkes. Konkretes Beispiel aus dem größten Bereich: Die Montage startet in das neue Modell mit einer Früh- und einer Spätschicht von montags bis freitags; das sind zehn Schichten die Woche. Doch schon jetzt wissen die BMW Planer, dass anders als in der aktuellen Corona-Pandemie spätestens 2023 deutlich mehr Fahrzeuge benötigt werden. Dann erlaubt das neue Arbeitszeitmodell neben dem Einsatz weiterer modularer „Kapazitätsbausteine" auch Nachtschichten. Die Montage würde dann beispielsweise in fünfzehn statt in zehn Schichten produzieren.

Schichtlänge verkürzt sich um eine Stunde

Auf die tarifliche Wochenarbeitszeit von 35 Stunden hat das neue Modell keinen Einfluß. Vielmehr verteilt sich die persönliche Arbeitszeit nun anders auf Tage und Wochen. Einerseits kommen die Mitarbeiter öfter als bisher ins Werk. Andererseits dauert die einzelne Schicht eine Stunde weniger – lange Arbeitstage in der Produktion von mehr als neun Stunden gehören damit der Vergangenheit an. „Für die Ergonomie bringt das neue Modell große Vorteile", sagt Personalleiter Reinhard Eberl. Weiterer Pluspunkt für die Mitarbeiter: Sie können ihre freien Tage zukünftig flexibler nehmen.

Transformation am Standort ist in vollem Gange

Werkleiter Frank Bachmann sieht im neuen Arbeitszeitmodell eine wichtige Weichenstellung für die Transformation des Werkes. Wieviel Fahrt die inzwischen aufgenommen hat, lässt sich am bevorstehenden Serienbetrieb der Batteriezelllackierung genauso ablesen wie an den Vorbereitungen für das erste vollelektrische Modell made in Regensburg. Frank Bachmann: „Auf unserem Weg in die Zukunft ist es extrem wichtig, flexibel zu sein, auch wenn wir einmal Jahre mit weniger Produktionsvolumen haben". Betriebsratsvorsitzender Werner Zierer verbindet die Einführung des neuen Arbeitszeitmodells mit der Bereitschaft zur Veränderung: „Unser System der Variomatik hat in Regensburg viele Jahre erfolgreich funktioniert. Aber Transformation und Pandemie machen es jetzt erforderlich, dass wir uns neu aufstellen."

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