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2 Minuten Lesezeit (374 Worte)
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Reklame-Museum Thanstein schließt seine Pforten

Reklamemuseum-schliet Bürgermeister Walter Schauer (rechts) bedankte sich bei Sammler und Museumsleiter Herbert Männer mit einem Präsent. Foto: Dirscherl

Thanstein. Vor etwa vier Jahren suchte Herbert Männer, der Sammler alter Reklame aus Thanstein, nach einer Möglichkeit, einen Teil seiner Schätze einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Was lag aus seiner Sicht näher, als dafür das verwaiste Schulhaus an der Eibensteinstraße zu nutzen. Fast vor seiner Haustür lag es im Dornröschenschlaf. 

Ein erstes Gespräch mit Bürgermeister Walter Schauer war erfolgversprechend. Dieser konnte sich eine Ausstellung mit alter Reklame im Schulgebäude vorstellen, zumindest solange bis eine andere Nutzung in Betracht kommt. Mit seiner Unterstützung, der finanziellen Hilfe einiger Sponsoren und der tatkräftigen Hilfe Ehrenamtlicher ging es ans Werk. Alois Obermeier, zimmerte die Stellwände für den Ausstellungsraum im Erdgeschoss und das Neunburger Heimatmuseum stellte die notwendigen Vitrinen zu Verfügung. Am 6. März 2015 wurde mit etwa 100 Gästen das Reklame-Museum offiziell eröffnet. Seitdem hat sich eine Vielzahl von Besuchern eingestellt, angefangen von Vereinsgruppen, Schulklassen, Stammtischrunden, Pensionistenvereinigungen und Kulturinteressierten. Unter ihnen auch Nostalgikern, die sich an die alten Tante Emma Läden erinnerten, und Rentner, die in ihrer Kindheit mit Schneebällen und Steinen nach den bunten Emailschildern geworfen hatten. Aber auch Historiker, die sich für die alten Werbetexte und Bilder interessierten und in der alten Reklame einen Teil der sog. Alltagskultur sahen, kurzum ein illustres Publikum, das sich informierte und amüsierte. Auf jeden Fall gab es stets reichlichen Gesprächsstoff, wie die vielen Eintragungen im Gästebuch belegen. Mit dem Besuch des Reklame-Museums wurde häufig auch andere Thansteiner Sehenswürdigkeiten, wie Pfarrkirche oder die restaurierte Burgruine auf dem Juhe besichtigt. Vor allem im Jubiläumsjahr (800 Jahre Thanstein) kamen viele Besucher in die Ausstellung.


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Nunmehr ist das Ende des Reklame Museums gekommen. Das lag keineswegs an dem mangelnden Interesse der Besucher, immerhin waren etwa 2.500 Personen zu Gast. Der kulturelle Schatz muss einer Folgenutzung der Gemeinde weichen. Es ist die Errichtung einer Wohn- und Pflegeeinrichtung für Senioren mit zwölf Wohnungen geplant. Der Thansteiner Sammler Herbert Männer ist zwar traurig, dass sein Museum schließt, aber er freut sich auch, dass eine sinnvolle Nutzung folgt. Für sein ehrenamtliches Engagement bedankte sich Bürgermeister Walter Schauer bei Herbert Männer mit einem Präsent. Die Errichtung war eine tolle Idee und eine kulturelle Bereicherung für die Gemeinde, so Schauer. Am nächsten Sonntag, 9. Dezember besteht die letzte Möglichkeit, nachmittags ab 14 Uhr die Ausstellung aus einer anderen Zeit zu bewundern.
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