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Susi-Paul-und-Franz Susi, Paul und Franz, (c) by Constantin Film Verleih GmbH/Bernd Schuller

Interview mit „Leberkäsjunkie“-Hauptdarstellerin Lisa Maria Potthoff(Susi)

6 Minuten Lesezeit (1140 Worte)
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Die Kino-Promotion-Tour von „Leberkäsjunkie" ist gerade zu Ende gegangen. Die Buch-Autorin Rita Falk sowie die beiden Hauptdarsteller Lisa Maria Potthoff(Susi) und Sebastian Bezzel(Franz) haben unzählige Kinos in Österreich und Bayern dazu live besucht.

Allein fünfmal waren sie dabei in der Oberpfalz zu Gast. Regensburg(zweimal), Cham, Neumarkt und Tirschenreuth hießen ihre Stationen. Im „Cineplanet" Tirschenreuth strömten die Besucher regelrecht in die Kinos, um mit ihren Lieblingen ein gemeinsames Foto und das eine oder andere Autogramm zu ergattern. Riesenjubel gab es, als Sebastian Bezzel(Franz Eberhofer) verkündete, dass bereits im September die Dreharbeiten zum 7. Eberhofer-Fall „Kaiserschmarrn-Drama" beginnen.


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Unsere Fan-Star Reporter Sandra und Peter Gattaut aus Windischeschenbach hatten im Vorfeld die Gelegenheit, mit der sympathischen Lisa Maria Potthoff ein inklusives Interview für unsere Zeitung zu führen. Der Film übertrifft bisher alle Erwartungen und ist auf dem besten Weg, neue Rekord-Besucherzahlen zu erreichen. Man sollte diesen Kino-Spaß also auf keinen Fall verpassen.

Gattaut: Liebe Lisa Maria, Du verkörperst zurzeit zwei völlig verschiedene Charakterrollen, zum einen natürlich Susi, die Freundin von Franz Eberhofer, zum anderen aber auch die Sarah Kohr als ermittelnde ZDF-Kommissarin. Wieviel Susi und wieviel Sarah steckt in Lisa Maria Potthoff oder wieviel Lisa Maria Potthoff steckt in Susi und Sarah?

Lisa Maria Potthoff: Natürlich geht es immer darum, was man der Rolle, die man verkörpert, mitgeben und schenken kann. Ich liebe beide Figuren, obwohl sie wirklich grundverschieden sind und sehe es als Geschenk an, zwei völlig verschiedenen Frauen, auf meine Art Leben einhauchen zu dürfen.

Gattaut: Unzählige Besucher freuen sich wieder darauf, sich im Kino bei „Leberkäsjunkie" wieder so richtig „wegzuschmeißen" Wie sieht das bei den Dreharbeiten aus. Habt Ihr dort genauso viel Spaß wie die Besucher vor der Leinwand?

Lisa Maria Potthoff: Die Dreharbeiten bereiten uns immer großen Spaß, aber es wäre arrogant und vermessen zu sagen, das machen wir alles so im Vorbeigehen. Es ist klar ernsthafte Arbeit und kein Freizeitvergnügen. Wir sind uns der Verantwortung gegenüber unseren immer mehr werdenden Fans durchaus bewusst, und wir versuchen deshalb bescheiden zu bleiben und gute Filme zu machen. Es ist und bleibt immer eine große Herausforderung, auch wenn wir uns alle untereinander wirklich unglaublich gut verstehen.

Gattaut: Es gibt noch vier unverfilmte Eberhofer-Krimis von Rita Falk. „Zwetschgendatschi-Komplott", „Weisswurst-Connection", „Kaiserschmarrn-Drama" und das neue „Guglhupfgeschwader". Hoffentlich schreibt sie noch viele mehr. Hast Du als Hauptdarstellerin engen Kontakt zur Autorin?

Lisa Maria Potthoff: Rita Falk war von Anfang an ein fester Bestandteil unseres Teams. Wir tauschen uns regelmäßig aus, sie besucht uns oft am Set und ist auch unheimlich stolz, wie ihre Geschichten und Figuren in den Filmen erzählt werden. Sie geht mit uns gemeinsam auf die Kinotouren und unterstützt uns in allen Belangen.

Gattaut: Du bist dafür bekannt, alle Stunts selbst zu erledigen. Außerdem betreibst Du auch verschiedene Kampfsportarten. Wie kam es zu dieser Leidenschaft, und warum lässt Du Dir es nicht nehmen, gefährliche Szenen vor der Kamera selbst zu spielen?

Lisa Maria Potthoff: Ich mache das nicht aus reiner Selbstüberschätzung oder weil ich auf Verletzungen stehe(lacht). Nein, ich schenke meine Beweglichkeit einer Figur, die im Film körperlich hart agieren muss. Je mehr ich selber mache, desto authentischer wird es. Und ich kann mich so besser in die zu spielende Person einfühlen. Natürlich mach´ ich nicht alles ohne Double. Wenn zum Beispiel ein Stunt ansteht, in dem ein Auto vor einem Baum, der gefällt wird, eine Vollbremsung macht, muss ich da nicht in jeder Einstellung im Auto sitzen. Mir geht es mehr um die Kampfszenen, da hab ich viel investiert und traue ich mir auch selber zu, vor der Kamera einen Kampf umzusetzen. Es braucht eben viel Training und einen guten Stuntkoordinator.

Gattaut: Was bringt Lisa Maria Potthoff so richtig auf die Palme?

Lisa Maria Potthoff: Vieles(lacht). Ich bin ein sehr ungeduldiger Mensch, und wenn mir etwas viel zu langsam geht, nervt es mich. Schlechtes Benehmen, Arroganz, schlechte Kinderstube - die Klassiker eben - so was geht gar nicht.

Gattaut: Hattest oder hast Du ein klassisches Vorbild in Deiner Schauspieler-Karriere?

Lisa Maria Potthoff: Nein. Aber ich bin ein großer Fan von den schauspielerischen Arbeiten von Kevin Spacey und Meryl Streep.

Gattaut: Welchen Ratschlag oder welche Philosophie kannst Du unseren Lesern und Deinen zahlreichen Fans mit auf den Weg geben?

Lisa Maria Potthoff: Das fragst Du jetzt genau die Richtige. Ich hasse Lebensweisheiten. Am besten ist ja diese: „Lebe jeden Tag, als wäre es dein Letzter.", absoluter Schwachsinn, wie soll sowas funktionieren? Was für ein Stress! Das wäre ja furchtbar und ist total unrealistisch. Das Leben ist eine Ansammlung von Erfahrungen, Erfolgen, Niederlagen, Fehlern, Glück, Elend. Mehr gibt's da echt nicht zu sagen. Von mir gibt es da folglich keinen Ratschlag.

Werdegang Lisa Maria Potthoff

Die gebürtige Berlinerin Lisa Maria Potthoff ließ sich nach ihrem Abitur 1997 am Schauspiel München ausbilden und wurde noch während ihrer Ausbildungsjahre für das Theater und das Fernsehen entdeckt. 2003 gab sie dann in der Literaturverfilmung „SOLOALBUM" ihr Kinodebüt. 2004 war sie in „Männer wie wir" als Managerin einer schwulen Fußballmannschaft zu sehen und übernahm 2005 in „Die Bluthochzeit", an der Seite von Armin Rohde und Uwe Ochsenknecht, die Rolle der Braut. 2007 stand sie für „Schwere Jungs" von Marcus H. Rosenmüller mit Sebastian Bezzel und Simon Schwarz vor der Kamera und spielte noch im selben Jahr die „Daphne" in der Komödie „Stellungswechsel". 2008 besetzte Joseph Vilsmaier sie in „Die Geschichte vom Brandner Kaspar", mit Michael Bully Herbig, für die weibliche Hauptrolle der„Nannerl". Mit Marcus H. Rosenmüller drehte sie 2011 „Der Sommer der Gaukler" und im Jahr darauf „Wer's glaubt wird selig". 

2012 wurde sie für ihre Darstellung in „DER TÖDLICHE RAUSCH" für den Bayerischen Fernsehpreis nominiert. 2013 gab es dann bei „Dampfnudelblues" ein Wiedersehen mit Sebastian Bezzel sowie Simon Schwarz. Bei den Fortsetzungen der Rita-Falk-Verfilmungen der Eberhofer-Krimis „WINTERKARTOFFELKNÖDEL"(2014), „SCHWEINSKOPF AL DENTE"(2016), „GRIESSNOCKERL-AFFÄRE"(2017) und „SAUERKRAUTKOMA"(2018) war sie natürlich wieder als Franz Eberhofer-Freundin Susi mit dabei. Außerdem war Lisa Maria auch im Publikumserfolg „MÄNNERHORT"(2014) ein Teil der Besetzung. Unter der Regie von Jule Ronstedt spielte sie die Hauptrolle in „MARIA MAFIOSI"(2017).

Im Fernsehen war Lisa Maria Potthoff in den letzten Jahren im SAT.1-Historiendrama „Die Hebamme" und als Kriminalkommissarin Maria Klee in den Thrillern „Blutadler", „Brandmal" und zuletzt im Herbst 2018 in "Carneval - Der Clown bringt den Tod" zu sehen. Die Polizistin "Sarah Kohr" verkörperte sie bislang in allen drei Teilen der gleichnamigen ZDF-Krimireihe. Im Januar 2019 wurde der ZDF-Zweiteiler "Bier Royal" ausgestrahlt, in dem Lisa Maria Potthoff an der Seite von Gisela Schneeberger agierte. Die Dreharbeiten zur Netflix-Serie „Skylines" wurden im März beendet, der nächste Teil der erfolgreichen Krimireihe "Sarah Kohr" wird zurzeit gerade in Hamburg gedreht. 

Lisa Maria Potthoff ist verheiratet, hat zwei Töchter und lebt mit ihrer Familie in Berlin.

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