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Aufwändige Rekultivierung für das Westfeld

Westfeld-Rekultivierung Projektleiter Andreas Stake erklärt die Maßnahmen zur Bodenabdichtung und Rekultivierung des Westfeldes.

Wackersdorf. Aus dem 80 Hektar großen „Westfeld" zwischen Wackersdorf und Steinberg am See wurde einst Braunkohle für das Kraftwerk in Dachelhofen gefördert. Die Löcher füllte die Bayerische Braunkohlenindustrie anschließend mit Rückständen aus der Kohleverbrennung und Bauschutt. Die Firma „Uniper", Rechtsnachfolger der BBI, dichtet nun das Gelände ab und rekultiviert es mit hohem Aufwand.


„Uns war schon immer klar, dass es sich hier einen belasteten Untergrund handelt", sagte Uniper-Pressesprecher Jan Kiver bei einer Fahrt durch das Gelände. Doch es dauerte bis zum Jahre 2011, bis Gutachter dies offiziell bestätigten. Die Planungen für eine Abdichtung und Rekultivierung dauerten zwei Jahre, dann rückten die Baumaschinen an. Projektleiter Andreas Stake teilt das Gelände in drei Bauabschnitte ein. Nach dem Abschluss der Arbeiten im Jahre 2022 wird das Unternehmen 36 Millionen Euro in Natur- und Artenschutzmaßnahmen des früheren Braunkohle-Tagebaugebiets investiert haben.



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Schweres Gerät ist im Einsatz, um verseuchten Boden abzutragen und frisches Erdreich aufzuschütten.

Bis dahin muss weiterhin kontaminierte Erde abgetragen, der Boden abgedichtet und mit frischem Erdreich befüllt werden. Damit will man verhindern, dass verunreinigtes Oberflächenwasser ins Grundwasser gerät. Wie das gesamte Gelände später einmal ausschauen wird, deutet sich bereits im ersten Abschnitt an. Der Magerrasen bietet schon jetzt Tieren und Pflanzen einen geschützten Lebensraum. „Bäume werden wir aber nicht pflanzen", gibt Andreas Stake zu verstehen. Das Wurzelwerk könnte nämlich die Tonschicht beschädigen, die als Abdichtung dient.

Schweres Gerät ist derzeit am tiefsten Punkt der Deponie im Einsatz. Hier wird später einmal das Oberflächenwasser gesammelt und in die Kläranlage geleitet. Die Baustelle ist aus Sicherheitsgründen abgesperrt, bis hin zum Besucherpfad des Geotops, das einen Blick auf die Baustelle gewährt. Bauabschnitt zwei soll bis Ende 2020 abgeschlossen sein. Parallel laufen derzeit die Vorbereitungen für den dritten und letzten Abschnitt am ehemaligen Westfelddamm.

Wie stellen sich die Uniper-Vertreter eine spätere Nutzung vor? „Das lassen wir völlig offen", sagt Andreas Stake. Zum Gerücht, hier werde einmal ein Golfplatz entstehen, will er sich nicht äußern. Das rekultivierte Gelände soll aber auf jeden Fall für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Im ersten, bereits rekultivierten Bauabschnitt wächst Trockenrasen.
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