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Neuer Rektor, steigende Schülerzahlen

Wackersdorf-Rektor Die Bürgermeister Thomas Falter (l.) und Harald Bemmerl (2.v.r.) sowie Geschäftsstellenleiter Daniel Fendl (r.) empfingen Schulleiter Dominik Bauer (Mitte) und Konrektorin Sabine Voggenreiter (2.v.l.) zum Antrittsbesuch im Rathaus.
Wackersdorf. Der gebürtige Wackersdorf Dominik Bauer kehrt zu seinen Wurzeln zurück und übernimmt die Leitung der Grund- und Mittelschule. „Dou bin i dahoam", versicherte er den Bürgermeistern der Verwaltungsgemeinschaft bei seinem Antrittsbesuch am Dienstag im Rathaus.
Der 40-jährige verheiratete Vater zweier Kinder machte deutlich: „Wir müssen jetzt die Weichen für die digitale Bildung der Schüler stellen". Dabei will der neue Schulleiter die Eltern mitnehmen und an der Schulentwicklung teilhaben lassen. „Wir wollen Vertrauen schaffen und im Gespräch bleiben", versicherte Dominik Bauer auch im Namen seiner Stellvertreterin Sabine Voggenreiter. Die Konrektorin ist seit zwölf Jahren an der Schule tätig und seit einem Jahr in die Schulleitung eingebunden. Sie will Bewährtes erhalten, neue Ideen einbringen und einen Beitrag leisten, „damit Wackersdorf eine Wohlfühlschule bleibt". 

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23 Kandidaten erklärten sich bei der Wahl der Klassenelternsprecher am Montag zur Mitarbeit im Elternbeirat bereit. Rektor Dominik Bauer wertet diese hohe Bereitschaft als Beweis dafür, „dass den Eltern die Entwicklung der Schule ein Anliegen ist". Auf den neuen Schulleiter warten einige organisatorische Herausforderungen. Er muss elf neue Lehrkräfte in das mehr als 20-köpfige Kollegium integrieren und mit steigenden Schülerzahlen fertig werden. 

In die acht Grundschulklassen gehen 191 Kinder, in der Mittelschule sind es 90 Jugendliche. Hinzu kommen 50 Grundschüler am ausgelagerten Standort Steinberg am See. „Allmählich wird es eng", gibt Dominik Bauer zu verstehen. Noch vor Jahren standen Klassenzimmer leer. Da war der Sachaufwandsträger froh über die Kooperation mit der Wirtschaftsschule. „Das sind wir nach wie vor", versichert Bürgermeister Thomas Falter. Doch mittlerweile wachse die Wirtschaftsschule in einem Ausmaß, das die räumlichen Kapazitäten sprenge. 

Der neue Leiter der FOS-BOS-Oberschule Schwandorf, Michael Völkl, kündigte mittlerweile den Rückzug der Wirtschaftsschule aus dem Standort Wackersdorf an. Die ersten Signale hat Rektor Dominik Bauer bereits erhalten: „Wir sind heuer erstmals nicht mehr eingebunden in den Unterricht der Wirtschaftsschule". Zuletzt hatten auch Lehrer der Mittelschule dort unterrichtet. 


Bürgermeister Thomas Falter erkennt neuen Raumbedarf für die offene Ganztagesschule, die Mittagsbetreuung und die musikalische Ausbildung der Grundschüler in Zusammenarbeit mit der Bläserklasse des Musikvereins. Der Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft rechnet mit weiter steigenden Schülerzahlen und geht als nächste Projekte die Neugestaltung des Pausenhofes und die Sanierung der Sporthalle an. Die Turbulenzen der letzten Monate an der Schule erwähnt der Vertreter des Sachaufwandsträgers nur nebenbei und gibt zu verstehen: „Ich vertraue bei der Aufarbeitung ganz der Schulaufsicht". 

Auch Steinbergs Bürgermeister Harald Bemmerl erwartet steigende Schülerzahlen. Die Gemeinde reagiere auf die rege Bautätigkeit mit der Errichtung eines neuen Kindergartens mit Krippe und werde im nächsten Jahr für eine Million Euro die Sporthalle sanieren und für die Schule einen barrierefreien Zugang schaffen.

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