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Berufswahlmesse in der Gregor-von-Scherr-Schule

Neunburg-Realschule Am Stand der Privatmolkerei Bechtel erhielten die Schüler nicht nur Informationen zur Ausbildung, sondern auch Kostproben veredelter Milchprodukte. Fotos von Rudolf Hirsch

Neunburg v.W. „Klein, aber fein". Unter diesem Motto startete die Gregor-von-Scherr-Schule vor zehn Jahren mit einer eigenen Berufswahlmesse. „Inzwischen hat sich der Job-Campus rasant entwickelt", freut sich Schulleiterin Diana Schmidberger. Zur zehnten Auflage konnte sie am Mittwoch 45 Unternehmen im Haus begrüßen.

Zur Jubiläumsveranstaltung entwickelte die Realschule ein „Berufswahl-Portfolio", das den Firmen Aufschluss darüber gibt, welche Angebote die Schule vorhält und welche davon der Schüler nutzt. Neben einem Praktikum bietet die Bildungseinrichtung eine individuelle Beratung an. Dazu kommen Mitarbeiter der Arbeitsagentur ins Haus. Zu ihnen gehört Berufsberaterin Nadja Kellermeier, die auch bei der Hausmesse am Mittwoch mit einem Stand vertreten war und den Schülern weiterhin „beste Berufsaussichten" bescheinigte. An ihrer Seite war Nadine Mauerer, die bei der Agentur ein duales Studium zur „Beraterin für Bildung, Beruf und Beschäftigung" absolviert und den Schülern wertvolle Tipps für den Einstieg ins Berufsleben geben konnte.


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Den Stand der Firma „Pharma Stulln" betreuten die Auszubildenden Theresa Hartlich, Nadine Seebauer und Anna Pirzer. Sie erklärten den Schülern die chemischen Vorgänge bei einer „Säure-Base-Titration", führten nasschemische Nachweise und ließen den Jugendlichen bei einer Riechprobe unterschiedliche Düfte identifizieren, von Salbei über Lavendel bis Zitronenöl. 

Von Beginn an dabei ist auch die Firma „emz Hanauer" in Nabburg. Ausbildungsleiter Helmut Schönberger hatte mit seinen Lehrlingen eine programmierbare Steuerung aufgebaut, erläuterte den Schülern das Zusammenspiel von Elektronik und Mechanik und warb für eine Ausbildung zum Mechatroniker. Schönberger hofft, dass sich nach der Berufswahlmesse „vor allem mehr Mädchen" bewerben.

So wie Simone Maier, die sich bei der Firma Gerresheimer zur Mechatronikerin ausbilden lässt und die Mädchen in diesem Beruf im Vorteil sieht, „denn sie denken nach, bevor sie irgendwo mit dem Hammer draufhauen". Die Auszubildende im dritten Lehrjahr ging in die Realschule, wechselte an die Fachoberschule und stieg nach dem Abitur bei der Firma Gerresheimer ein. Nach der Ausbildung will sie die Chance des weltweit tätigen Unternehmens zu einem Auslandsaufenthalt nutzen.

Soweit denken Aryana und Marlene aus der achten Klasse momentan noch nicht. Sie informierten sich am Stand der Gärtnerei Baumer aus Oberviechtach und ließen sich zeigen, wie man einen Blumenstrauß bindet. Nicole Kerres ist bei der Privatmolkerei Bechtel in Schwarzenfeld für Personalentwicklung zuständig und betreut aktuell 55 Auszubildende. Sie ermunterte die Schüler, sich um eine der acht verschiedenen Lehrstellen im Unternehmen zu bewerben. Das Angebot reiche vom Milchtechnologen über den Laboranten bis zum Informatikkaufmann.

Die 45 teilnehmenden Firmen betrieben einen hohen Sach- und Personalaufwand und verteilten Prospekte und Give-Aways. Die Unternehmen deckten den gesamten Bereich der Ausbildung ab, vom Handwerk bis zur Dienstleistung und von der Industrie bis zur schulischen Weiterbildung. Davon konnten sich auch Landrat Thomas Ebeling, zweite Bürgermeisterin Margit Reichl, die neue Ministerialbeauftragte der Realschulen, Mathilde Eichhammer, IHK-Geschäftsstellenleiter Manuel Lischka und Agentur-Geschäftsführer Markus Nitsch bei einem Rundgang überzeugen. Besonders begrüßte Direktorin Diana Schmidberger den mittlerweile pensionierten Berufsberater Wolfgang Mager, der den Schülern drei Jahrzehnte lang ein „wertvoller Partner rund um die Berufswahl" gewesen sei.

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