Dienstag, 31.01.2017 - 08:25

Das Seenland als Wintermärchen

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Ein traumhaft schönes Wochenende bescherte Hoch „Doris“ dem Oberpfälzer Seenland. Eitel Sonnenschein lockte zahlreiche Menschen an und auf die Seen. Spazierengehen rund um den Steinberger See und dem Murner See, die Sonne genießen und Eissportarten jeglicher Art hatten es Jung und Alt angetan. ACHTUNG: JETZT SETZT TAUWETTER EIN!

Wer am Sonntagmorgen am Steinberger See unterwegs war und die rund zehn Minusgrade nicht scheute erlebte einen stimmungsvollen Tagesbeginn. Der äußerst selten zugefrorene See zeigte sich von seiner schönsten Winterseite. Raureif an Pflanzen und Bäumen, kunstvolle Eiskristalle auf der glatten Eisoberfläche, eingeschlossene Luftblasen in bizarren Formen oder in sich zusammengeschobene Eisplatten konnte man bewundern. An einer eisfreien Zone bei der Wasserwacht hatten sich zahlreiche Enten und Gänse versammelt.

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Für Freunde jeglichen Eissportes entpuppte sich der Murner See als Eldorado. Auf dem Seerundweg und auf der spiegelglatten Eisfläche waren viele Wintersportler unterwegs. Schlittschuhläufer und Eissegler hatten mehr als ausreichend Platz. So mancher Spaziergänger nutzte die Gelegenheit einmal quer über den See zu laufen. Unter dem klaren Spiegel-Eis konnte man in den flacheren Zonen mehrere Meter tief sehen und abgestorbene Bäume als auch Wasserpflanzen bestaunen. Aus nächster Nähe konnten das die ins nur vier Grad kalte Wasser eingestiegenen Taucher erleben. Bei der Super-Sicht von über 15 Metern gerieten diese über die erstarrte Unterwasserwelt ins Schwärmen.

Im Laufe des Nachmittags kamen die Temperaturen bis an die Null-Grad-Grenze heran. Bei herrlichem Sonnenschein konnte man Eisstockschießen oder Eishockey spielen, während Jogger und Radfahrer auf den schneebedeckten Wegen ihre Runden drehten. Heiße Getränke zu Kaffee und Kuchen oder auch Gegrilltes gab es für den kleinen Hunger. Eine Bodenwöhrer Familie war samt Tisch und Sitzbank an den viel größeren Nachbarsee gekommen und genoss den Wintertag.

Wegen der seit gut zwei Wochen anhaltenden kalten Witterung bestand bisher auf der circa zwanzig Zentimeter dicken Eisschicht keine Gefahr. Das könnte sich jedoch bald ändern, wenn die Temperaturen, wie vorausgesagt, in den nächsten Tagen in die Höhe klettern. Wenn Tauwetter einsetzt, dürfte es mit der Eis-Herrlichkeit bald vorbei sein und beim Betreten der Eisflächen ist dann zu Vorsicht geraten.

Letzte Änderung am Dienstag, 31.01.2017 - 09:42