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Dietl_Auto_Werkstatt Kfz-Meister Jürgen Dietl in seiner Werkstatt Archivbild: © Der Ostbayern-Kurier

So gelingt die Umstellung vom Verbrenner auf das E-Auto

3 Minuten Lesezeit (618 Worte)
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Neuenschwand. Elektromobilität, eine Technologie, mit der sich längst auch die Betreiber von Autohäusern und Werkstätten beschäftigen. Einer von ihnen ist Jürgen Dietl, der seit Jahren seine Reparaturwerkstätte nebst Autohandel in Neuenschwand betreibt.(Advertorial)


Der Kfz-Meister ist sich der hohen Anschaffungskosten eines Elektro-Autos wohl bewusst und doch: „Es gibt immer interessante Angebote, ob Kauf oder Leasing." Was ihn viel mehr beschäftigt ist der Kunde, der ihm gegenübersitzt und aufgrund mangelnder Erfahrung auf diesem Gebiet recht ratlos ist. Die Frage: „Komme ich zurecht mit einem E-Auto, die ist durchaus berechtigt", so Dietl. „Entscheidend dabei sind das jeweilige Fahrverhalten, die Reichweite des Akkus und die Gelegenheiten zum Laden."

Passt das Auto zu mir?

Wenn Jürgen Dietl Kunden berät, dann tauchen Fragen rund um das Laden des Akkus auf. „Gewöhnen Sie sich an regelmäßiges Laden", lautet das Credo des Fachmanns, „damit Sie immer einen gewissen Pegel haben, wenn Sie schnell irgendwo hinmüssen." Passt das Auto zu mir? Dietl rät, verschiedene Automarken zu testen. Dazu gehört, dass man eine Woche lang das Auto so nutzt, wie man das Fahrzeug normalerweise nutzt, beispielsweise zur Arbeit fahren oder zum Einkaufen. „Wenn man etwa 60 Kilometer täglich zur Arbeit fährt, schafft man sich am besten eine Wallbox an für 360 Volt-Starkstrom". Im Durchschnitt betrage die Ladezeit zwischen vier bis sechs Stunden, bis der Akku von 10 % auf 80 % geladen ist.

Jürgen Dietl fährt selber einen E-Corsa und nennt als Beispiel: Innerhalb einer Stunde Ladeleistung bei 11 KW schafft er 68 Kilometer – bei vorausschauendem Fahren.

Vorausschauend fahren, was in der Fahrschule immer wieder gepredigt werde, das gelte bei der Nutzung von E-Autos erst recht. Am besten sei es, wenn das Navigations-Gerät mit einer Lade-App gekoppelt sei. So könne die Routenplanung sich an den Ladepunkten orientieren. Dann werden aus 300 eventuell dann 340 Kilometer Streckenlänge wegen des Akku-Ladens.
Das „Sportwagen-Feeling" sei gegeben, so Dietl, „aber das kostet gewaltig." Er plädiert für den Ökomodus, der für jedes Auto ausreichend sei. Apropos Fahrschule: Die passen sich der Elektro-Technologie an. Seit April 2021 werde auf Automatik geschult.

Preis-Wirrwarr abschaffen

Das Laden sei ein Kinderspiel, auch ältere Autofahrer kommen damit sehr gut klar. Eher ein Problem sieht Dietl bei der Bezahlung der Akkuladung. Die verschiedenen Anbieter greifen auf diverse Preissegmente zurück und lassen das Bezahlsystem noch sehr undurchsichtig erscheinen. Hier sei der Gesetzgeber gefordert, ein einheitliches System zu schaffen: Möglichkeiten zum Bezahlen gebe es Viele, so über das Smartphone, über Kreditkarten oder ec-Karten. Doch erst kürzlich hat die Regierung beschlossen, bis 1. Juli 2023 eine einheitliche Regelung zu schaffen, dann werden Kredit- und Girokarten so ausgerüstet sein, dass das Bezahlen der Akkuladung erheblich vereinfacht wird. 

Eine vernünftige Reichweite liege bei 350 bis 450 Kilometer, betonte Dietl. Entgegen der landläufigen Meinung werde kein allzu großer Akku benötigt, sondern einer, den man schnell aufladen kann. Die Technik dafür wäre schon da, so der Kfz-Meister.

Das sei eben paradox: „Ewig große Batterien bis zu einer Tonne schwer spazieren zu fahren, es langt auch ein Akku mit einem Gewicht von 300 bis 400 Kilo, der in einer vernünftigen Zeit auflädt. Das ist viel wichtiger als die Reichweite. Im Durchschnitt pendelt man 100 Kilometer hin und zurück, bewältigt man leicht den Arbeitsweg".

Bei all dieser neuen Technik: Bleibt noch genug Arbeit für die Autowerkstätten? „Ja", betont Jürgen Dietl uneingeschränkt. Denn Reifen und Bremsen bleiben reparaturanfällig. Der TÜV beanstande öfter die Bremsen, vor allem wegen des höheren Rostansatzes.

Jürgen Dietl mag seinen E-Corsa. Und es ist nicht zuletzt der Umweltgedanke, der ihn von der Technologie überzeugt. Zudem werde auch diese Art der Technik verfeinert. Und kurz erwähnt er auch noch die Wasserstoff-Möglichkeit, an der ebenfalls noch geforscht wird.










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