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Truppenabzug als Chance für „Nationalpark Hohenfels/Grafenwöhr“?

2 Minuten Lesezeit (305 Worte)
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Grafenwöhr/Hohenfels. Ein größerer Abzug von US-Truppen aus Deutschland könnte Perspektiven für einen Nationalpark "Hohenfels / Grafenwöhr" eröffnen. Die Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsgegnerInnen, Bezirk Oberpfalz, plädiert deshalb dafür, offensiv die Chance für eine Konversion der Truppenübungsplätze zum dritten bayerischen Nationalpark zu ergreifen.


Flora und Fauna seien seit über 80 Jahren nicht von landwirtschaftlicher Nutzung gestört und vom langjährigen sanften Tourismus des Oberpfälzer Jura und Oberpfälzer Waldes umgeben. Da dränge es sich förmlich auf, sich von militärischer Nutzung zu verabschieden, so die DFG-VK Oberpfalz weiter.

„Die vom US-Präsidenten angekündigte Verlagerung größerer Truppenteile der US-Armee aus Deutschland war zwar so unpräzise und spontan, wie man es vom derzeitigen Amtsinhaber gewohnt ist und folgt nicht einmal militärischer Logik. Die ersten konkreten Umsetzungen zeigen aber, daß die Oberpfalz stärker betroffen sein wird“, bilanziert DFG-VK-Bezirkssprecher Willi Rester. Dies zeige wieder einmal, wie wirtschaftlich riskant es für die Region sei, sich völlig auf das Militär auszurichten. 

Die Nordoberpfalz werde massive Unterstützung bei der Konversion brauchen, um die ca 650 Millionen Euro Wirtschaftskraft der US-Army zu kompensieren. 

Tipps und Trends für Sie

Auf dem Truppenübungsplatz Hohenfells werde seit Jahren schon nicht mehr scharf geschossen, er sei deshalb relativ frei von militärischen Altlasten, so Rester weiter. Im Herzstück des Oberpfälzer Juras gelegen, schließen sich unmittelbar daran die von der Tourismusregion "Bayerischer Jura" intensiv beworbenen Täler von Laaber, Lauterach und Vils an.

Sanfter, naturnaher Tourismus ist hier seit eh und je üblich und würde durch einen Nationalpark eine erhebliche Aufwertung erfahren, argumentiert die DFG-VK weiter. „Erfahrungen andernorts (Nationalpark Hainichen, Thüringen oder Biospärengebiet Schwäbische Alb) sind mehr als vielversprechend und lassen für den Naturschutz wesentlich größere Perspektiven erhoffen als es mit der Unter-Schutz-Stellung von vier Fleckchen Wald getan ist.“

Es fehle laut Willi Rester alleine der politische Wille, die Abzugspläne des US-Präsidenten positiv aufzugreifen und mit einem Konversionsplan die wirtschaftliche Umstruktuierungen anzugehen.

„Die DFG-VK würde sich wünschen, dass Anrainerkommunen, Nauturschutzverbände und Tourismusverbände sich zusammensetzen und ein Konzept zur Umsetzung eines Nationalparks Hohenfels / Grafenwöhr entwerfen.“

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