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Ambros-02 Wolfgang Ambros; Fotos von Peter Gattaut

2000 Besucher feierten in Tännesberg eine große Party – Musikprogramm auf hohem Niveau

3 Minuten Lesezeit (675 Worte)
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​Tännesberg. Das 14. Oberpfalz-Festival in Tännesberg startete zwar mit einstündiger Verspätung(Wasser in den Kabelschächten sorgte für technische Probleme), doch das Warten hatte sich für die knapp 2000 Besucher mehr als gelohnt. Mit einem Top-Musikprogramm und idealen Wetter feierten die gut gelaunten Festival-Gäste eine große Party bis in die späten Morgenstunden. Ramasuri-Moderator Jürgen Meier, der durch das Programm führte, hatte einen regenfreien Abend versprochen und er sollte Recht behalten.

Den Auftakt machte die Münchener Band „Hundling". Mit coolen, groovenden Klängen gelang es Phil Höcketstaller mit seiner Band von Anfang an, die Festival-Besucher abzuholen und auf eine musikalische Reise von Giesing bis nach Nashville mitzunehmen. Mit dem Auftaktsong „Ois Chicago" war der beschwerliche Soundcheck schnell vergessen. Es machte einfach Riesenspaß der Drummerin Steffi Sachsenmeier und deren vier männlichen Mitstreiter zuzuhören. Bei „Da Hausmoasta", „Gloane Sachan" oder „Ritter Dando", im gepflegten Münchner Dialekt, hatten sie das Tännesberger Publikum schnell in ihren Bann gezogen.


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Hundling

Skurril und provozierend ging es mit der österreichischen Band „Rammelhof" weiter. Beim Startsong „Hackln" war urplötzlich der Geier los. Mit umgeschnalltem Dildo sprang er zwischen den Besuchern umher und erfreute sich nicht bei jedem großer Beliebtheit. Beim Song „Fesche Ski" wurde Adolf Hitler zum Leben erweckt und bei „Wladimir (Put Put Putin)" wurde das russische Oberhaupt gehörig auf´s Korn genommen. Nach dem Geburtstagsständchen für Frontfrau Gina war schließlich auch noch Kim Jong-un mit einer selbstgebastelten Rakete auf der Bühne zu sehen. Ein nicht alltägliches Programm mit großen Unterhaltungswert und vielen eingebauten Provokationen, die man aber auch nicht mit zu viel Ernsthaftigkeit überbewerten muss.

Rammelhof
Rammelhof

Weniger spektakulär, dafür aber mit bodenständiger Musik und heimatverbundenen Klängen ging es mit den Oberpfälzer Raith-Schwestern Susi und Tanja mit ihrem Blaimer weiter im Programm. Besonders einfühlsam und beeindruckend ihre Balladen „Bladl im Wind" und „Zeitlang nach Dir". Selbstverständlich durfte auch ihr wohl bekanntester August-Frust Song „Weiher heier" nicht fehlen. Außerdem präsentierten sie mit einer Hymne an die Zeit in Tännesberg eine Songpremiere.  

Raith Schwestern mit Blaimer

Begeisterte Fans und ohrenbetäubender Lärm als Hannes Ringlstetter mit Band die Bühne rockte. Der Niederbayer verstand es, seine lustigen bayerischen Songs mit witzigen Anmoderationen und heiteren Geschichten zu untermalen und verwandelte das Oberpfalz-Festival in eine tanzende und klatschende Gemeinschaft. Ob „Bunga-Bunga in Budapest", „Paris, New York, Alteiselfing"oder die bayerische Version von „O Johnny", die Menschenmenge konnte gar nicht genug davon bekommen. Als auch Hannes Ringlstetter mit dem Wetter orakelte( „Wir spielen jetzt ‚Es rengt', seit mir des im Programm haben, hat es nicht mehr auf unseren Festival-Auftritten geregnet") war das Wetter förmlich gezwungen durchzuhalten. Die Ringlstetter-Bandgab weiter Vollgas und durfte erst nach einigen Zugaben die Bühne endgültig verlassen. Darunter natürlich auch die bekannte Ode an seine Heimat „Niederbayern".

Hannes Ringlstetter

Um 22:15 Uhr war es dann soweit. Wolfgang Ambros betrat die Bühne und startete mit „Die erste große Liebe" und „Is scho guat Mama". Man kann über den Gesundheitszustand vom erfolgreichsten österreichischen Liedermacher aller Zeiten spekulieren, was man möchte, seine Bühnenpräsenz ist nach wie vor ungebrochen. Er schont sich kein bisschen und legt mit „Hoit, da is a Spoit", „Zwickt´s mi" und „Du verstehst mi net" eindrucksvoll nach. Als ein ungeduldiger Fan nach „Schifoan" rief, entgegnete er von der Bühne: „Holt die Bappn, des kommt später, jetzt sing ma erst wos anders".

Ambros ließ wahrlichkeine Wünsche offen, und neben der „Rose aus dem Gemeindebau", "Es lebe der Zentralfriedhof", „Langsam wochs´ ma z´amm"kam natürlich auch die ersehnte „Schifoan"-Nummer. Den Fans hat es gefallen, und viele feierten noch mit DJ Fenkerl, der heuer für das 10-Jährige geehrt wurde, bis in die frühen Morgenstunden.

Wolfgang Ambros

Nach der Verlesung aller Sponsoren und der Danksagung an die Helfer durch Vorstand Alfred Eckl wurde das Geheimnis um das Oberpfalz-Festival 2020 gelüftet. Mit der englischen Pop-Ikone Kim Wilde und dem österreichischen Entertainer DJ Ötzi wird das 15. Jubiläum, am 18 Juli 2020, mit sensationellen Gigs bestritten(mehr im dazu in Kürze).

Karten sind schon jetzt an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Wer die Gunst der Stunde bis zum 30. September nutzt, bekommt sogar noch 10 Euro Ermäßigung(Early Bird).

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